Menü

Eine pädagogische Konferenz am Lüttfeld-Berufskolleg: Gemeinsam Schule und Unterricht weiterentwickeln

Neue Impulse, spannende Workshops und ein wertvoller Austausch: Bei der pädagogischen Konferenz am Lüttfeld-Berufskolleg stand die Weiterentwicklung von Unterricht und Schule im Mittelpunkt. Von innovativen Unterrichtsmethoden über sprachsensiblen Fachunterricht bis hin zur kollektiven Beratung – gemeinsam arbeitet die Schule daran, Lernen noch erfolgreicher zu gestalten. Ein herzliches Dankeschön an die Arbeitsgruppe Unterrichts- und Schulentwicklung für die Organisation und die inspirierenden Workshops!

Lemgo. Hier ein ausführlicher Bericht: Kurz vor den Sommerferien lud die Arbeitsgruppe „Unterrichts- und Schulentwicklung“ zu einer pädagogischen Konferenz ein. Zunächst gab die Schulleiterin Andrea Brasch einen Überblick über die allgemeinen Ziele der Gruppe, den bisherigen Prozessverlauf der „Unterrichts- und Schulentwicklung“ an unserer Schule und die Zielsetzung für den Tag. In vier Workshops erhielten die Lehrkräfte dann die Möglichkeit, sich intensiv mit aktuellen Themen der Unterrichtsentwicklung auseinanderzusetzen, neue Methoden kennenzulernen und gemeinsam Perspektiven für die pädagogische Arbeit zu entwickeln.

Bereits in der Einladung wurde deutlich, worum es an diesem Nachmittag gehen sollte: Die Teilnehmenden waren eingeladen, sich in den Workshops zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihr Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen zu vertiefen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur neue Unterrichtsideen, sondern vor allem die gemeinsame Verantwortung für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht. Die Konferenz macht deutlich, dass sich der Fokus zunehmend von der reinen Wissensvermittlung hin zu einer Lernkultur entwickelt, die kritisches Denken, Kreativität, Kooperation und eigenverantwortliches Lernen fördert.

Unterrichtsmaterialien gemeinsam weiterentwickeln

Im Workshop „Austauschplattformen für Unterrichtsmaterialien“, geleitet von Natalie Lüke, standen digitale Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Vorgestellt wurde insbesondere die Plattform HubbS („der Hub für berufliche Schulen“), die speziell für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen entwickelt wurde. Über das vom FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) und der Kultusministerkonferenz begleitete Portal können Lehrkräfte qualitätsgeprüfte Unterrichtsmaterialien austauschen, gemeinsam weiterentwickeln und sich bundesweit vernetzen. Gleichzeitig wurde die Bedeutung eines schulinternen Austauschs hervorgehoben, um bewährte Materialien zu teilen und gemeinsam neue Unterrichtskonzepte zu entwickeln.

Kollegiale Unterrichtsberatung als Chance

Wie wertvoll der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen sein kann, zeigte der Workshop „Kollegiale Unterrichtsberatung“ unter der Leitung von Benedikt Mönig. Im Mittelpunkt stand ein strukturiertes Verfahren, bei dem Lehrkräfte sich gegenseitig im Unterricht besuchen und anschließend auf Augenhöhe beraten. Dabei geht es ausdrücklich nicht um Beurteilung, sondern um eine wertschätzende Rückmeldung, die neue Perspektiven eröffnet und die Unterrichtsqualität nachhaltig verbessert. Anhand einer filmischen Unterrichtssequenz wurde gemeinsam erarbeitet, worauf bei einer Beobachtung geachtet werden sollte. Im Fokus standen unter anderem Unterrichtseinstieg, Transparenz der Lernziele, Aktivierung der Schülerinnen und Schüler sowie die Gestaltung von Arbeitsaufträgen und Unterrichtsmaterialien. Das Fazit des Workshops lautete: Kollegiale Beratung lebt von einer offenen Haltung und bietet wertvolle Impulse für die eigene Unterrichtspraxis.

Sprachsensibler Fachunterricht – Sprache als Schlüssel zum Lernerfolg

Patrick Kamps und Simon Schröder gestalteten den Workshop „Sprachsensibler Fachunterricht“. Sie machten deutlich, dass fachliches Lernen und sprachliche Entwicklung untrennbar miteinander verbunden sind. Ziel eines sprachsensiblen Unterrichts ist es, Schülerinnen und Schüler beim Erwerb der Fachsprache gezielt zu unterstützen und dadurch allen Lernenden den Zugang zu fachlichen Inhalten zu erleichtern. Anhand des Beispiels „Ratatouille“, des geschmorten Gemüse-Eintopfs aus der französischen Küche, wurde gezeigt, wie sich sprachliche und fachliche Lernziele miteinander verknüpfen lassen. Begriffe wie blanchieren, parieren oder sautieren dienen dabei nicht nur dem Erwerb fachlicher Kompetenzen, sondern fördern zugleich das Sprachverständnis und erweitern den Wortschatz. Der Workshop verdeutlichte, wie sprachsensibler Unterricht dazu beiträgt, Bildungserfolg unabhängig von den sprachlichen Voraussetzungen der Lernenden zu ermöglichen.

Innovative Unterrichtsmethoden für zeitgemäßes Lernen

Im Workshop „Unterrichtsmethoden“, geleitet von Ines Fleck, Jakob Rempel, Mirco Schönfeld und Kerstin Stuckmann, standen moderne didaktische Konzepte im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden unter anderem Methoden wie Gitterrätsel, Gruppenpuzzle, Lerntempoduett, Magische Wand und Suchsel, KI-gestützte Lern- und Webanwendungen wie beispielsweise FelloFish sowie innovative Arbeitsformen aus dem Projektmanagement, beispielsweise „EduScrum“. Allen Methoden gemeinsam ist das Ziel, Schülerinnen und Schüler stärker in die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess einzubeziehen. Eigenständiges Arbeiten, kooperative Lernformen und projektorientiertes Lernen fördern nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern stärken auch Teamfähigkeit, Selbstorganisation und Motivation. Die vorgestellten Methoden boten den Teilnehmenden zahlreiche Anregungen für eine abwechslungsreiche und schülerorientierte Unterrichtsgestaltung.

Gemeinsam Unterricht gestalten

Die pädagogische Konferenz machte deutlich, dass Unterrichtsentwicklung ein langfristiger und gemeinschaftlicher Prozess ist. Ziel ist es, die Qualität des Lehrens und Lernens kontinuierlich weiterzuentwickeln und den Unterricht an die Anforderungen einer modernen beruflichen Bildung anzupassen. Ein besonderer Dank gilt der Arbeitsgruppe „Unterrichts- und Schulentwicklung“, die die Konferenz mit großem Engagement vorbereitet und organisiert hat. Mit ihrer gelungenen Einladung und den vielfältigen Workshops hat sie einen Rahmen geschaffen, der zum Austausch, zur Vernetzung und zur gemeinsamen Weiterentwicklung unserer Schule im großen Team beiträgt.