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„Helden gesucht!“ – Kreative Plakate werben für den Schulsanitätsdienst

Augen auf, Plakate entdecken und mitmachen! Ein Held braucht weder Umhang noch Superkräfte. Manchmal reichen Mut, ein bisschen Wissen und die Bereitschaft, für andere da zu sein. Und genau das zählt beim Schulsanitätsdienst am Lüttfeld-Berufskolleg.

Lemgo. Auf den Fluren des Lüttfeld-Berufskollegs wird derzeit kräftig die Werbetrommel gerührt – und zwar mit Plakaten, die ins Auge fallen, neugierig machen und vor allem eine klare Botschaft haben: Wir brauchen Dich! Wer jetzt an Pflaster, Verbände und trockene Erste-Hilfe-Merkblätter denkt, liegt ziemlich daneben.

Im Unterricht der Gestaltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten entstand unter der Leitung von Markus Dück eine ganze Reihe origineller Werbeplakate für den Schulsanitätsdienst. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler für ein Engagement zu begeistern, bei dem man im Ernstfall einen kühlen Kopf bewahren und anderen helfen kann. Bei der Gestaltung hatten die angehenden Profis jede Menge kreative Freiheit: Gefragt waren klassische Gestaltungsmittel wie Komposition, Perspektive, Licht, Farbe und Stil inklusive. Auch künstliche Intelligenz durfte zum Einsatz kommen. „Wir nutzen künstliche Intelligenz als Werkzeug, nicht als Wundermaschine“, betont Markus Dück. Das Ergebnis ist so vielfältig wie die Ideen selbst.

Mal wird es abstrakt, mal motivierend, mal muskelstark. Zu sehen sind Comicfiguren und Katzen, Helden und Antihelden und Menschen wie du und ich. Ein Plakat setzt auf eine überlebensgroße Heldenfigur, die unmissverständlich verkündet: „Werde Teil des Teams!“ Andere werben mit flotten Sprüchen wie „Sei ein Held“, „You can help!“, „Yoin San-Dienst“ oder „Gemeinsam helfen mit Herz“. Und wer schon immer wissen wollte, was Erste Hilfe mit Freundschaften zu tun hat, findet ebenfalls eine Antwort: „Hilf mit – lerne fürs Leben und knüpfe neue Freundschaften!“ Spätestens hier wird klar: Ein geklebtes Pflaster kann der Anfang von etwas viel Größerem sein.

Doch hinter den bunten Hinguckern steckt eine wichtige Aufgabe. Der Schulsanitätsdienst ist weit mehr als eine mobile Pflasterstation. Ob Schürfwunde auf dem Schulhof, Sportverletzung oder ein anderer Notfall: Die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter sind zur Stelle, leisten qualifizierte Erste Hilfe und überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Ausbildung übernehmen die Lehrerinnen Yvonne Budde und Makrina Kröger. Dabei lernen die Jugendlichen nicht nur, wie sie im Notfall richtig handeln. Sie übernehmen Verantwortung, entwickeln Empathie und stärken ganz nebenbei ihr Selbstvertrauen. Wer anderen helfen kann, merkt schnell, dass das eigene Handeln etwas bewirkt. Außerdem organisiert der Schulsanitätsdienst den Blutspendetag an unserer Schule, der vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt wird.

Ein weiteres Argument für alle, die noch überlegen: Das Engagement wird mit einer entsprechenden Bemerkung im Zeugnis gewürdigt. Und der Erste-Hilfe-Kurs kann sogar beim Führerschein nützlich sein. Helfen lohnt sich also gleich mehrfach! Die Plakate hängen inzwischen gut sichtbar im Schulgebäude und warten auf ihre Wirkung. Vielleicht bleibt jemand vor einem Motiv stehen, schmunzelt über einen Spruch – und macht schon bald selbst beim Schulsanitätsdienst mit.