Lemgo. Wie funktioniert Sparen eigentlich richtig? Was bedeuten Zinsen, Dividenden und Aktien? Und warum ist finanzielle Vorsorge schon in jungen Jahren wichtig? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales des Lüttfeld-Berufskollegs bei einem spannenden Gastvortrag der Wirtschaftsexpertin Ines Hoffmann von der DJE Kapital AG. Sie referierte zum Thema „Sparen, Vermögensaufbau und Geldanlagen für Jugendliche“. Ziel des Vortrags war es, wirtschaftliche Grundfragen verständlich zu vermitteln und junge Menschen einen bewussten Umgang mit Geld näherzubringen. Die Lehrerin Marion Burchart begrüßte die Referentin und hob hervor, dass Ines Hoffmann als Sales Direktorin tätig ist, über langjährige Erfahrungen in der Kundenberatung im Private Banking verfügt und als ausgewiesene Expertin im Wertpapiergeschäft gilt.
Zu Beginn erklärte Ines Hoffmann, die in einem Hoodie mit dem Aufdruck „DJE – Zins und Dividende – erfolgreich seit 2010“ ein wenig Werbung in eigener Sache machte, warum Menschen überhaupt sparen – sei es für größere Wünsche wie Reisen, ein Auto oder die erste eigene Wohnung. Besonders betonte sie die Bedeutung der langfristigen Vorsorge, um für unerwartete Situationen wie Krankheit oder andere finanzielle Engpässe vorbereitet zu sein.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Haushaltsplanung. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie sinnvoll es ist, Einnahmen – beispielsweise aus Taschengeld oder Nebenjob – und Ausgaben etwa für Handyvertrag, Freizeit, Schule, Snacks oder Fitnessstudio systematisch gegenüberzustellen. So entsteht ein klarer Überblick über die eigenen Finanzen und die Möglichkeit, gezielt Geld zurückzulegen.
Sehr praxisnah wurde außerdem von ihr das Prinzip des Zinseszinseffekts erläutert. Anhand einfacher Beispiele zeigte Ines Hoffmann, wie sich regelmäßiges Sparen über einen längeren Zeitraum auszahlen kann – und warum es sich lohnt, früh damit zu beginnen. Ebenso sprach sie über Ratenzahlungen und Kredite und machte deutlich, dass längere Laufzeiten in der Regel mit höheren Zinskosten verbunden sind. Ihr Rat: Schulden möglichst vermeiden und Finanzierungen gut durchdenken.
Im weiteren Verlauf stellte die Referentin verschiedene Anlageformen wie Aktien, Fonds, Sparbücher und Immobilien vor. Dabei ging sie auch auf das sogenannte „magische Dreieck der Geldanlage“ ein – das Zusammenspiel von Sicherheit, Rendite und Liquidität. Schnell wurde deutlich: Eine Anlageform, die all drei Kriterien gleichzeitig optimal erfüllt, gibt es nicht. Jede Entscheidung erfordert eine individuelle Abwägung. Besonders interessant war der Vergleich zwischen selbstgenutzten und vermieteten Immobilien. Hier erläuterte Ines Hoffmann, welche Chancen, aber auch welche Risiken berücksichtigt werden müssen.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und beteiligten sich aktiv mit Fragen und eigenen Erfahrungen. „Der Vortrag machte mir deutlich, wie wichtig finanzielle Bildung bereits in der Schulzeit ist – insbesondere mit Blick auf Ausbildung, Studium oder den direkten Einstieg ins Berufsleben“, betonte eine Schülerin, die während des Vortrags wichtige Informationen für sich schriftlich festhielt.
Wir bedanken uns herzlich bei Ines Hoffmann und der DJE Kapital AG für den informativen und praxisnahen Einblick in die Welt der Wirtschaft und Finanzplanung.
